Arbeitspläne

Arbeitspläne

Im Zuge der neuen Richtlinien und Lehrpläne für NRW wurden neue Begriffe definiert, die nicht mehr die fachlichen Inhalte, sondern die zu erreichenden Ziele (die sog. Kompetenzen und Kompetenzerwartungen) in den Fokus nehmen. Diese Schwerpunktverschiebung geht mit einer Forderung nach individueller Förderung und Aneignung von grundlegenden Schlüsselqualifikationen einher.

Man unterteilt nun zwischen dem Erwerb übergreifender Kompetenzen, die eine Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung und Anwendung erworbener Kenntnisse und Fertigkeiten sind, und dem Erwerb fachlicher Kompetenzen. Auch der sichere Umgang mit Arbeitsweisen ist als eine wesentliche Voraussetzung für selbstständiges Lernen erkannt, und die Methoden ausdrücklich in den Blick genommen worden.

Daraus resultierend haben wir für die Grundschule Steinhausem neue Arbeitspläne geschrieben, die nicht mehr primär themenorientiert, sondern nach festgelegten zu erwartenden Kompetenzen strukturiert sind und die Kompetenzerwartungen am Ende der Schuleingangsphase und am Ende der 4. Klasse zudem neu definieren.

Diese Neugestaltung der Arbeitspläne in allen Fächern dauerte fast zwei Jahre und zur Zeit befinden wir uns wieder in der Überarbeitung.  Die Arbeitspläne liegen ausgedruckt im Schulbüro und können bei Bedarf eingesehen werden. Selbstverständlich werden Ihnen die Inhalte beim jeweils 1. Elternabend näher vorgestellt.

Vom Arbeitsplan zum Leistungskonzept – vom Leistungskonzept zum Förderplan

Im Arbeitsplan strukturieren wir die fachlichen Inhalte und benennen die zu erwartenden Kompetenzen, die für die Leistungsmessung unabdingbar sind. Mit Hilfe der Leistungsabfrage können wir wiederum mögliche Defizite feststellen, die in eine Förderung münden, sodass alle genannten Faktoren in einem kausalen Zusammenhang stehen und sich einander bedingen.

Zudem ist uns wichtig, dass wir unsere Erfahrungen der Korrespondenzschule, zum selbstständigen Lernen mitberücksichtigen und die Kinder zur Selbsteinschätzung anregen.

Aus diesen Gründen haben wir uns in den Fächern Deutsch und Sachunterricht für die Unterrichtswerke Bausteine 1-4 vom Diesterweg Verlag entschieden, da diese nicht nur die Kompetenzen und den fächerübergreifenden Ansatz betonten, sondern auch sehr gute Lehrer-, und Schülerbeobachtungsbögen anbieten.

Die Bücher überzeugen mit einer objektiven Beobachtungsmöglichheit unter Zuhilfenahme des sogenannten Rasterverzeichnisses. Mit diesem als Grundlage, sowie Anregungen aus dem Schulleiterkreis überlegen wir, natürlich gemeinsam mit den gewählten Elternvertretern, ob ein Rasterzeugnis unter Umständen auch eine Alternative zum geschrieben Satz sein könnte. Auch die Wertigkeit von bestimmten Themen, z.B. der Rechtschreibung, stand und steht zur Diskussion, sodass hier sicherlich noch großer Gesprächs-, und Planungsbedarf besteht.

Gleiches gilt für das Unterrichtswerk „Welt der Zahl“ von Schroedel, dass auch den o.g. neuen Ansprüchen gerecht wird und mit Hilfe zahlreicher Diagnosetests, sowohl dem Leistungsgedanken, als auch dem Fördergedanken und der Selbsteinschätzung des Schülers und der objektiven Bewertung des Lehrers entgegenkommt.

Dementsprechend sind die meisten Beobachtungsbögen den genutzten Lehrwerken entnommen. Bei der Recherche nach guten Beobachtungsbögen für Schüler und Lehrer haben wir allerdings auch im Netz gute Beispiele gefunden, die wir erproben wollen.